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Rückblick: Fachworkshop am 02. Dezember 2025

Am 2. Dezember 2025 fand im Rahmen der Aufbauphase des Nationalen Bodenmonitoringzentrums ein Online-Webinar statt, um aktuelle europäische und nationale Entwicklungen im Bodenmonitoring zu diskutieren. Ein Schwerpunkt lag auf bestehenden Bodenmonitoringansätzen in Europa sowie in den Nachbarländern Schweiz und Österreich, insbesondere im Hinblick auf das europäische Soil Monitoring Law (SML). Zudem wurde das im Jahr erarbeitete Feinkonzept für den Data Hub Boden (DHB) vorgestellt, wobei insbesondere die Plattformgestaltung, Datenarten, Nutzergruppen und Anwendungsszenarien im Fokus standen. Darüber hinaus informierte die Koordinierungsstelle über den aktuellen Stand weiterer Aktivitäten des Bodenmonitoringzentrums, insbesondere zur Website. Ziel der Veranstaltung war es, fachliche Rückmeldungen zu sammeln und den Dialog zwischen den beteiligten Institutionen zu fördern.

Inhalte und Ergebnisse

Agenda

Im ersten Teil wurden europäische Monitoringsysteme vorgestellt.

Der zweite Teil widmete sich der Vorstellung des Feinkonzeptes des Data Hub Boden, welches im Jahresverlauf 2025 entwickelt wurde.

  • Informationen zur Richtlinie zur Bodenüberwachung und für Bodenresilienz

    Mit dem Soil Monitoring Law (SML) schafft die Europäische Union erstmals einen verbindlichen Rahmen zur Bewertung der Bodengesundheit. Ziel ist es, alle Böden bis 2050 in einen guten Zustand zu überführen. Das Monitoring erfolgt risikobasiert, mit europaweit abgestimmten Bodendeskriptoren und einer Bewertung in den Kategorien gut, mäßig und schlecht. Die Mitgliedstaaten erfassen die Daten in regelmäßigen Intervallen und übermitteln sie an das europäische Soil Health Data Portal. Dabei bleiben nationale Methoden zulässig, sofern die Vergleichbarkeit über Transferfunktionen sichergestellt ist.

  • Bodenmonitoring in der Schweiz

    Die Schweiz betreibt seit 1984 mit der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) ein langfristig angelegtes Bodenmonitoring. Der Bund ist für die Beobachtung zuständig, die Kantone für die Überwachung. An aktuell rund 120 Standorten werden Böden regelmäßig untersucht, künftig soll das Netz auf bis zu 170 Standorte erweitert werden. Das Monitoring deckt zentrale Themen wie Bodenbiologie, Nährstoffe, Humus, Schadstoffe, Erosion und Bodenstruktur ab. Ziel ist es, Bodenfunktionen dauerhaft zu sichern und die Grundlagen für eine nachhaltige Bodennutzung bereitzustellen.

  • Bodenmonitoring in Österreich

    In Österreich wird das Bodenmonitoring im Rahmen des Projekts Soil Monitoring Austria (SoMonA) neu ausgerichtet. Ziel ist eine harmonisierte, bundesweit koordinierte Erfassung des Bodenzustands. Zentrales Element ist das Datenportal Bodendaten Austria (ABoD.at), das schrittweise zu einem nationalen Boden-Datenservicezentrum weiterentwickelt wird. Aufgrund der föderalen Struktur liegt ein Schwerpunkt auf der Standardisierung und besseren Zugänglichkeit bestehender Bodendaten. Eine breite Stakeholder-Beteiligung begleitet den Aufbau des zukünftigen Monitoringsystems.

  • Data Hub Boden - Vorstellung des Entwurfes vom Feinkonzept

    Der Data Hub Boden (DHB) wird als zentrale digitale Plattform für bodenbezogene Daten in Deutschland konzipiert. Er verbindet Metadaten, Messdaten und externe Datenquellen über Schnittstellen und ermöglicht sowohl die Bereitstellung als auch die Nutzung von Bodendaten. Ziel ist es, Daten besser auffindbar, vergleichbar und nachnutzbar zu machen – für Bund, Länder, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Dabei wird auf eine schlanke Datenhaltung, klare Rollen- und Rechtestrukturen sowie eine schrittweise, agile Umsetzung gesetzt.

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