Unsere Böden sind echte Allrounder: Sie versorgen uns mit Nahrung, sorgen für sauberes Wasser und spielen eine große Rolle beim Klimaschutz. Weil sie aber durch Umwelteinflüsse immer mehr belastet werden, startet jetzt das Bodenmonitoringzentrum, das mit umfangreichen Daten dafür sorgt, dass unsere Böden gesund bleiben und geschützt werden. So können wir langfristig sicherstellen, dass Boden und Umwelt in Balance bleiben.
90 Prozent unserer Nahrungs- und Futtermittel wachsen auf Böden. Gesunde und saubere Böden sind die Basis für eine erfolgreiche Land- und Fortwirtschaft. Als Filter, Puffer und Speicher von Wasser sind sie wichtig für sauberes Grundwasser, für das Pflanzenwachstum und den Hochwasserschutz. Sie spielen eine zentrale Rolle für den Kohlenstoffkreislauf sowie den Klimaschutz. Gesunde Böden beherbergen unzählige Bodentiere und Mikroorganismen.
Gleichzeitig stehen sie unter zunehmendem Druck durch den Klimawandel, Erosion, Versiegelung und intensive unsachgemäße Nutzung.
Ein umfassendes und aussagekräftiges Bodenmonitoring trägt dazu bei, schädliche Bodenveränderungen rechtzeitig zu erkennen, entsprechende Maßnahmen zum Boden- und Klimaschutz einzuleiten und den Erfolg von Maßnahmen zu überprüfen. So können die vielfältigen Funktionen der Böden langfristig erhalten werden.
Eine bundesweite Zusammenarbeit sowie eine fachliche Verknüpfung der vielfältigen Bodenmonitoringaktivitäten in Bund und Ländern sind wichtige Kernpunkte, um die Datenqualität und deren Aussagegehalt deutlich zu verbessern.
Im Bodenmonitoringzentrum sollen die in Deutschland erhobenen Daten zum Bodenzustand zusammengeführt, die Akteure bodenbezogener Monitoring- und Erhebungsaktivitäten unterschiedlicher Fach- und Themenbereiche vernetzt und so gemeinsam zu bundesweit belastbaren Aussagen zum Bodenzustand und seinen Veränderungen kommen.
Bodenschutz ist ein gesetzlicher Auftrag
Der Schutz des Bodens ist im Bundes-Bodenschutzgesetz gesetzlich verankert. Im Sinne des Gesetzes sind Funktionen des Bodens zu schützen und wiederherzustellen, schädliche Bodenveränderungen abzuwehren und Vorsorge gegen nachteilige Bodeneinwirkungen zu treffen.
Die EU-Kommission hat in ihrer EU-Bodenstrategie für 2030 und mit dem EU-Soil Monitoring Law das Ziel formuliert, dass Böden in Europa bis 2050 in einem gesunden Zustand sein sollen. Die Richtlinie führt ein systematisches Monitoring der Bodengesundheit in allen Europäischen Mitgliedstaaten ein. Belastungen und Beeinträchtigungen von Böden sind vorzubeugen oder zu mindern. Das bedeutet, dass sich der Bodenzustand nicht weiter verschlechtern soll, die Bodenfunktionen erhalten werden und, wenn nötig, der Bodenzustand so zu verbessern ist, dass für Mensch und Umwelt flächendeckend keine Gefahr durch Bodendegradation besteht.
Vorarbeiten
Forschungsprojekte seit 2012 befassen sich mit der Eignung von Daten um Fragestellungen zu Veränderungen des Bodenzustandes zu beantworten, der Bereitschaft von Bodenmonitoringprogrammen sich einem Netzwerk anzuschließen sowie der Erstellung einer Metadatenbank zu den Beprobungs- und Analysemethoden der verschiedenen Monitoringprogramme. Diese Daten dienen unter anderem als Basis für die Arbeiten vor sowie während der Aufbauphase und darüber hinaus.
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UBA Forschungsprojekt 2011: Anwendung von Bodendaten in der Klimaforschung
UBA Forschungsprojekt 2011: Anwendung von Bodendaten in der Klimaforschung
In dem Projekt wurde die Eignung von Bodendaten aus den wichtigsten bundesweiten und dauerhaft betriebenen Programmen des Bodenmonitoring und der Bodenzustandserhebung für die Klimaforschung erstmals messnetzübergreifend bewertet. Im Fokus standen dabei Fragestellungen zu den Veränderungen des Bodenzustands aufgrund von Klimaänderungen.
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UBA Forschungsprojekt 2013: Konzeption eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbundes
UBA Forschungsprojekt 2013: Konzeption eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbundes
Auf Grundlage des vorhergehenden Forschungsprojektes wurde ein Konzept für einen Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbund erarbeitet. Dieser baut auf bestehenden Messaktivitäten auf und versucht die vorhandenen Standortdaten zu integrieren, um belastbare Aussagen über Veränderungen des Bodenzustands vor dem Hintergrund des Klimawandels zu treffen.
mehr über Konzeption eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbundes
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UBA Forschungsprojekt 2020: Konzeption und Umsetzung eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbunds
UBA Forschungsprojekt 2020: Konzeption und Umsetzung eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbunds
Auf Basis der Vorarbeiten der letzten zehn Jahre wurde ein Konzept für die Ausgestaltung eines deutschlandweiten Messnetz-Verbunds mit konkreten Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Handlungsempfehlungen zur Umsetzung betreffen die Koordinierung sowie die Datenhaltung und -qualität der am Verbund teilnehmenden Standorte. Der fachliche Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Bodenwasserhaushalt und Bodenerosion.
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UBA Forschungsprojekt 2022: Konzeption und Umsetzung eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbunds für Bodenbiologie und organische Bodensubstanz
UBA Forschungsprojekt 2022: Konzeption und Umsetzung eines Klimafolgen-Bodenmonitoring-Verbunds für Bodenbiologie und organische Bodensubstanz
Der Bericht verdeutlicht, dass durch eine fachlich sinnvolle Verknüpfung der verschiedenen Untersuchungsprogramme und die Zusammenarbeit aller Beteiligten ein systematisches und repräsentatives Bodenmonitoring erreicht werden kann. Im Fokus der Projektarbeit standen die zwei Themen Bodenbiodiversität und organische Substanz.