Überblick über die nationale und internationale Monitoringlandschaft: Die Steckbriefe enthalten zentrale Eckdaten zum Start der Programme, Standorten, der Zuständigkeiten sowie weiterführende Informationen zur Datenverfügbarkeit, Berichten und Kartenmaterial. Die Programme sind nach Landnutzungen unterteilt.
Nationale Aktivitäten:
alle Landnutzungen
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Agrarmeteorologische Daten
Beginn 1961 Anzahl Probenahmepunkte Etwa 500 Landnutzung Land- und Forstwirtschaft Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Deutscher Wetterdienst (DWD) Finanzierung Bund Es werden Daten erhoben, die die Wechselwirkungen zwischen Witterung, Pflanzen und Boden aufzeigen. Die qualitätsgeprüften Einzeldaten werden fortlaufend statistisch ausgewertet. Der Deutsche Wetterdienst hat daraus Wirkungsmodelle entwickelt, aus denen Informationen zum Bodenwasserhaushalt und zum Bestandsklima gewonnen werden können. Die Daten werden vom DWD auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
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Boden-Dauerbeobachtung (BDF)
Beginn ca. 1970 in den ersten Bundesländern Anzahl Probepunkte ungefähr 780 Basisbeobachtungsflächen und rund 100 Intensivbeobachtungsflächen Landnutzung Acker, Grünland, Forst und Sonderkulturen, z.T. auch im Siedlungsbereich oder auf sonstigen Nutzungen Verknüpfung mit anderen Programmen Verknüpfungen bestehen in einigen Ländern mit ICP Forests, Luft-, Grundwasser-, WRRL- und FFH-Messnetzen Zuständigkeit Verschiedene Behörden auf Bundeslandebene Finanzierung Bundesländer Bei der Boden-Dauerbeobachtung in Deutschland handelt es sich um ein dauerhaft betriebenes Monitoringprogramm, welches explizit darauf ausgerichtet ist, Veränderungen des Bodenzustands über einen langen Zeitraum zu erfassen. Dies geschieht deutschlandweit auf Grundlage der „Konzeption zur Einrichtung von Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF)“ und der „Konzeption zur Einrichtung und zum Betrieb von BDF“ (Stand: Juli 2000). Die Daten sind auf Anfrage bei den betreibenden Ländern erhältlich.
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Feldlysimeter
Beginn je nach Station unterschiedlich, z.T. seit 1956 Anzahl Untersuchungsstandorte 50 Landnutzung Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Bergbaufolgelandschaften, Industriebrachen Verknüpfung mit anderen Programmen Einige Versuchsstandorte sind in Kooperationen (Lysimeter-Kooperation) und Forschungsverbünden (TERENO SoilCan) eingebunden. Zuständigkeit Universitäten, wissenschaftliche Institute, Behörden, private Firmen Finanzierung unterschiedliche In Deutschland gibt es ca. 50 Untersuchungsstandorte, die mit Lysimetern unterschiedlicher Bauart ausgestattet sind. Hier werden Messdaten zum Wasser- und Stoffhaushalt von Böden unterschiedlicher Nutzung erhoben. Bodenwasserhaushalt, Versickerung und Grundwasserneubildung werden beobachtet und untersucht, die aktuelle Evapotranspiration und der kapillare Aufstieg quantifiziert. Darüber hinaus wird die Stoffverlagerung und -auswaschung in der ungesättigten und gesättigten Bodenzone gemessen. Die jeweils unterschiedlichen Aufgabenstellungen liegen im Bereich der vertiefenden und i.d.R. zeitlich hochauflösenden Prozessforschung.
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Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz/ Kampfmittelräumung INSA Bundesliegenschaft
Zeitraum 1991 bis heute, weiter fortlaufend Anzahl Probepunkte Untersuchungen auf 4.403 Liegenschaften mit 51.321 kontaminationsverdächtigen oder kontaminierten Flächen mit 116.675 Untersuchungspunkten (Stand Februar 2019) Landnutzung alle sowie Grundwasser und Oberflächenwasser Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Leitstellen der Länder für Boden- und Grundwasserschutz, eine zentrale Datenbereitstellung für Bundes- und Landesbehörden kann über die Leitstelle des Bundes für Boden- und Grundwasserschutz erfolgen Finanzierung - INSA ist eine kontinuierliche Datenerfassung, -pflege und -auswertung für Bundesliegenschaften im Rahmen von Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen von Boden- und Grundwasserverunreinigungen sowie Kampfmittelmaßnahmen. Die Daten dienen der Information des Bundes und der Länder über schadstoff- und kampfmittelbelastete Flächen auf Liegenschaften, der Unterstützung bei Bauvorhaben des Bundes und der Länder sowie der Sicherung und Sanierung belasteter Böden auf Liegenschaften des Bundes und der Länder.
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MonViA (Monitoring Vielfalt in Agrarlandschaften)
Zeitraum Monitoring im Aufbau Anzahl Probepunkte - Landnutzung Landwirtschaft Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Ausführung: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Julius-Kühn-Institut sowie Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Finanzierung Bund MonViA entwickelt ein bundesweites Biodiversitätsmonitoring in Agrarlandschaften, das Veränderungen der biologischen Vielfalt erfasst, eine Bewertung agrarumweltpolitischer Maßnahmen ermöglicht und relevante Indikatoren für die Landwirtschaft ergänzt. Dabei sollen Daten zu Regenwürmern und Bodenmikroorganismen erhoben werden.
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Umweltprobenbank
Beginn seit Anfang der 1980er Jahre Probenahmegebiete Bornhöveder Seengebiet, Oberbayerisches Tertiärhügelland, Solling, Pfälzerwald, Saarländischer Verdichtungsraum, Verdichtungsraum Leipzig, Nationalpark Harz, Biosphärenreservat/Nationalpark Berchtesgaden, Nationalpark Bayerischer Wald Landnutzung Agrar-, ballungsraumnahe, Fließgewässer-, Forst-, Marine und naturnahe terrestrische Ökosysteme Verknüpfung mit anderen Programmen Zum Teil bestehen Verknüpfungen mit der Boden-Dauerbeobachtung und dem Boden-Integrated Monitoring (IM). Zuständigkeit Gesamtverantwortung liegt beim Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, die administrative und fachliche Koordinierung liegt beim Umweltbundesamt Finanzierung EU Für die Umweltprobenbank werden Umwelt- und Humanproben gesammelt und bei ca. -150 °C unverändert gelagert. Durch die Lagerung bleiben die Proben für retrospektive Untersuchungen erhalten und ermöglichen die Beantwortung biologischer Fragestellungen. Vor der Einlagerung werden die Proben routinemäßig einer Eingangsanalyse auf ca. 60 umweltrelevante und die Probe charakterisierende Stoffe unterzogen.
Für eine Auswahl der Untersuchungsparameter für Boden und Regenwürmer sind die Analysenergebnisse unter www.umweltprobenbank.de öffentlich recherchierbar, weitere Daten können unter upb@uba.de angefordert werden.
Landwirtschaft
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Bodenschätzung
Beginn Flächendeckende Erstschätzung zwischen 1936 und 1952,
Nachschätzungen können jederzeit erfolgenAnzahl Probenahmepunkte Bohrpunkte: 400 bis 600 pro km²,
Grablöcher: etwa 100 bis 120 pro km²,
Vergleichsstücke: ca. 4 bis 8 pro Gemarkung,
Musterstücke: ca. 4 000Landnutzung landwirtschaftlich nutzbare Böden Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Urheber / Anbieter / Eigentümer und Ansprechpartner auf Bundesebene: Bundesministerium der Finanzen (BMF), Schätzungsbeirat beim BMF
Urheber auf Landesebene: Schätzungsausschüsse bei den Finanzämtern
Anbieter auf Landesebene: Katasterverwaltung (ggf. Finanzverwaltung, Geologische Landesämter/Dienste)
Eigentümer auf Landesebene: Finanzverwaltung, Katasterverwaltung
Ansprechpartner auf Landesebene: für die Durchführung der Bodenschätzung zuständige Landesbehörden (OFD, LFD, Finanzministerium), Katasterämter, Geologische Landesämter/DiensteFinanzierung - Die Bodenschätzung nach dem Bodenschätzungsgesetz (BodSchätzG) ist ein bewährtes Verfahren zur Kartierung und Bewertung landwirtschaftlich nutzbarer Böden. Die Bodenschätzung dient der Besteuerung landwirtschaftlicher Flächen, der Agrarordnung, dem Bodenschutz und dem Aufbau von Bodeninformationssystemen. Im Rahmen der Bodenschätzung werden Daten zu weitgehend unveränderlichen Bodeneigenschaften (z.B. Bodenart, Humusgehalt, Steingehalt, Gründigkeit) erhoben. Die Einschätzung der Ertragsfähigkeit der Böden erfolgt anhand von Relativzahlen zwischen 7 und 100. Die Ergebnisse der Bodenschätzung werden parzellenscharf, meist im Maßstab 1:2.000 in Karten und Büchern bzw. in elektronischen Systemen dargestellt. Sie werden in das amtliche Liegenschaftskataster übernommen und liegen im Grunde flächendeckend vor. Die Erfassung und Bewertung der Bodeneigenschaften erfolgen auf einheitliche Art und Weise im gesamten Bundesgebiet.
Die Daten sind auf Landesebene in den Katasterverwaltungen (ggf. Finanzverwaltung, Geologische Landesämter/Dienste) verfügbar.
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Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE LW)
Beginn 1. Inventur von 2011 bis 2018
2. Inventur von 2023 bis 2029Anzahl Probepunkte 3.104 Punkte im 8x8 km Raster Landnutzung landwirtschaftlich genutzte Acker-, Grünland- und Sonderkulturflächen Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Johann Heinrich von Thünen Institut Finanzierung Bund Viewer BZE-LW – Bodenprofilviewer Kerndatensatz Erste Bodenzustandserhebung Landwirtschaft – Kerndatensatz Mit der Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE-LW) wurde erstmalig eine deutschlandweite, konsistente und repräsentative Inventur der Kohlenstoffvorräte bis 100 cm Tiefe durchgeführt. Sie stellt eine Verbesserung der Datengrundlage für die Emissionsberichterstattung gemäß UN-Klimarahmenkonvention und Kyoto-Protokoll dar.
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Erosionsmonitoring
Beginn verstärkt seit den 1980er Jahren ins Leben gerufen Anzahl Probenahmepunkte Variieren je nach Bundesland und spezifischem Programm Landnutzung Fokus auf landwirtschaftlich genutzter Fläche Verknüpfung mit anderen Programmen Boden-Dauerbeobachtung in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg Zuständigkeit Landesumweltämter & landwirtschaftliche Forschungsinstitute Finanzierung Landes- und Bundesmittel In Deutschland wird in sechs Bundesländern ein Erosionsmonitoring durchgeführt. Zusätzlich gibt es in einem Bundesland potentielle Standorte, die derzeit nicht in Betrieb sind. Die Vorgehensweise und Intensität ist nicht einheitlich. Erfasst werden Mess-, Kartierungs- und Bewirtschaftungsdaten, die Rückschlüsse auf Erosionsprozesse zulassen. Der Schwerpunkt liegt auf der Bodenerosion durch Wasser auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die jeweils unterschiedlichen Aufgabenstellungen liegen im Bereich der vertiefenden und in der Regel zeitlich hochauflösenden Prozessforschung sowie der Bewertung von landwirtschaftlichen, landeskulturellen und technischen Schutzmaßnahmen.
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Humusmonitoring Nordrhein-Westfalen
Zeitraum 2009 bis 2024 Anzahl Probepunkte 200: Extensivprogramm 155 Punkte, Intensiv/Langzeitmonitoring 45 Punkte Landnutzung Ackerflächen Verknüpfung mit anderen Programmen Die Flächen werden als Boden-Dauerbeobachtungsstandorte nach 2024 weitergeführt. Zuständigkeit Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) gemeinsam mit dem Geologischen Dienst NRW, der Landwirtschaftskammer, der Universität Bonn und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKUNLV) Finanzierung Nordrhein-Westfalen Beim Extensivmonitoring wurden 2009 zur Bestimmung standorttypischer Humusgehalte einmalig die Kohlenstoff-Gehalte sowie weitere bodenchemische und bodenphysikalische Parameter erhoben. Durch das Intensivmonitoring sollen Fragen der Bodenveränderungen, z.B. ob der Klimawandel oder die Bewirtschaftung eine schleichende Abnahme der Humusgehalte in Ackerböden hervorrufen bzw. beschleunigen werden, beantworten. Hierzu werden auf 45 Standorten in drei Naturräumen Nordrhein-Westfalens (Rheinische Bucht, Kempener Platte im Niederrheinischen Tiefland, Westfälische Bucht) jährlich der Humusgehalt sowie weitere chemische Basisparameter des Bodens untersucht. Zusätzlich werden alle drei Jahre Humusvorräte berechnet und zudem Humusfraktionierungen zur Quantifizierung unterschiedlich stabiler C-Pools im Boden durchgeführt. Für den Zeitraum 2010 bis 2030 wurde einmalig eine prognostische Humusmodellierung für die Intensivstandorte berechnet. Die Daten können für Auswertungen beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen angefragt werden.
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Landwirtschaftliche Dauerfeldversuche
Beginn Ältester Versuch startete 1878 im Julius-Kühn-Feld der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
jährlich wiederkehrende UntersuchungenAnzahl Probepunkte Es gibt Initiativen zur besseren Vernetzung und gemeinsamen Auswertung, wie z.B. den AK IOSDV (Arbeitskreis der Internationalen Organischen Stickstoffdauerversuche) , euroSOMNET (European Soil Organic Matter Network: Datenbanken mit Dauerversuchen) oder BonaRes. Landnutzung Landwirtschaft Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Durchgeführt von Universitäten, Forschungseinrichtungen und landwirtschaftlichen Versuchsstationen. Finanzierung Öffentliche Mittel, Forschungsförderprogramme und teilweise private Träger Die Fragestellungen sind vielfältig, ursprünglich überwiegten Düngungsversuche, heute gibt es Dauerfeldversuche zu anderen Managementoptionen (Bodenbearbeitung, Ökolandbau, Reststoffverwertung, Energiepflanzenanbau usw.). Aus Sicht der Nachhaltigkeit sind die Dauerfeldversuche eine besonders wertvolle Datenquelle, da sie langfristig unter standardisierten Bedingungen durchgeführt und beprobt werden. Damit sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Stoff- und Energieflüssen und die Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher Bodennutzung gegeben.
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Terrestrial Environmental Observatories - Soil can make a difference in climate policy (TERENO SoilCan)
Beginn 2008 Anzahl Probepunkte 132 Lysimeter an 13 Standorten in 4 Regionen (Eifel/Niederrheinische Bucht, Bayerische Alpen/Voralpen, Harz/Mitteldeutsches Tiefland, Nordostdeutsches Tiefland) Landnutzung Boden aus ackerbaulicher Nutzung oder Wiesen-/Weidennutzung Verknüpfung mit anderen Programmen Feldlysimeter Zuständigkeit Bundesministerium für Bildung und Forschung, Forschungsplattform der Hemholtz Gemeinschaft, koordiniert vom Forschungszentrum Jülich Finanzierung Bund Datenzugang Data Discovery Portal TERENO ist ein interdisziplinäres und langfristiges Forschungsprogramm, das ein Netzwerk zur Erdbeobachtung über ganz Deutschland spannt. Auf der Grundlage der TERENO-Infrastruktur stellt das Teilprojekt TERENO SoilCan ein Lysimeter-Netzwerk dar, in welchem Langzeitfolgen des Klimawandels auf die Stoff- und Wasserflüsse im Boden und Grundwasser untersucht werden.
Ziel von TERENO ist die Katalogisierung langfristiger ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Auswirkungen des globalen Wandels auf regionaler Ebene. Die vier Observatorien liefern Messdaten, mit denen Fragen der Klima- und Umweltforschung aufgegriffen und beantwortet werden können, wie z.B. der Einfluss von Klimawandel und Landnutzungsänderungen auf verschiedene Ökosysteme (Acker-, Grünland- und Waldstandorte), die Analyse von Interaktionen und Reaktionen im Komplex Boden-Vegetation-Atmosphäre und der skalenübergreifende Abgleich von Messung und Modellierung.
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Moor
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MoMoK – Moorbodenmonitoring für den Klimaschutz
Beginn Aufbauphase seit 2020 Anzahl Probenahmestandorte ca. 150 im Offenland (Grünland, Acker)
ca. 50 im WaldVerknüpfung mit anderen Programmen ICOS-D Zuständigkeit Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Durchführung vom Johann Heinrich von Thünen Institut Finanzierung Bund Das Moorbodenmonitoring ist das erste deutschlandweite Moorbodenmonitoring mit einem einheitlichen Ansatz zur langfristigen Untersuchung von standort- und nutzungsbedingten Einflüssen auf die Entwicklung und Klimawirksamkeit von Moorböden. Es ist darauf ausgelegt, die bestehenden Berichtspflichten im Bereich Moorböden (kurz für Moore und andere organische Böden) in den Sektoren LULUCF („Land Use, Land Use Change and Forestry“) und Landwirtschaft mit Messdaten zu unterlegen und die Ansätze zur Regionalisierung der für die Emissionen entscheidenden Steuerfaktoren zu verbessern. (Quelle: www.moorbodenmonitoring.thuenen.de)
Wald
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Biodiversitätsexploratorien
Zeitraum Seit 2006 Anzahl Probepunkte 3000 Gridplots
Davon 300 Experimentierplots
Davon 150 Plots mittlerer Forschungsintensität
Davon 54 Plots hoher ForschungsintensitätLandnutzung Grünland und Wald:
im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg
im Nationalpark Hainich und seiner Umgebung in Thüringen
im Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Baden-WürttembergVerknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Koordinierung durch die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Finanzierung Deutsche Forschungsgemeinschaft (Bund und Länder) Die Exploratorien dienen der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Landnutzung, Biodiversität und dem Nutzen der Natur für den Menschen. Dabei wird auf real bewirtschafteten Flächenuntersucht, wie sich die Landnutzungsintensität auf die Biodiversität und Ökosystemleistungen auswirken. Die zentralen Projekte (Kernprojekte) waren für den Aufbau der Exploratorien verantwortlich, koordinieren seit der dritten Projektphase über-greifende Projektaktivitäten und führen Basisaufnahmen von Organismen und Prozessen durch. Weitere themenspezifische Projekte ergänzen die Kernprojekte bezüglich detaillierterer Beobachtungen und Messungen. Bodenbezogene Projekte sind u.a. das „Kernprojekt Boden“ seit 2006) und das „Kernprojekt Mikroorganismen“ (seit 2014).
Das Kernprojekt Boden stellt wichtige Informationen zu Bodeneigenschaften und -funktionen von allen 300 Experimentierflächen der Exploratorien bereit. Zentrale Forschungsfrage des Projektes ist, inwiefern Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe durch Landnutzung und Biodiversität beeinflusst werden.
Zentrale Aufgaben im Kernprojekt Mikroorganismen sind die Erfassung und das Monitoring von Bodenmikroorganismen, insbesondere der Pilzgemeinschaft, auf allen 300 Experimentierflächen der Exploratorien.
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Bodenzustandserhebung Wald (BZE Wald)
Beginn 1. Inventur von 1987 bis 1992
2. Inventur von 2006 bis 2008
3. Inventur von 2022 bis 2024 (Auswertung läuft bis 2028)Anzahl Probepunkte ca. 1900 Punkte im 8x8 km Raster Landnutzung Forst Verknüpfung mit anderen Programmen 410 Punkte im 16x16 km-Raster sind Teil des UN/ECE ICP Forests, Waldzustanderhebung Zuständigkeit Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Koordination durch das Johann Heinrich von Thünen Institut, Bundesländer sind für ihre Erhebung, Analysen und Auswertung zuständig Finanzierung Bund Die bundesweite Bodenzustandserhebung im Wald (BZE Wald) ist Bestandteil des forstlichen Umweltmonitorings. Die Daten zeigen mögliche Risiken für Waldböden und diese können eingeschätzt werden. Dadurch können Frostverwaltungen, WaldbesitzerInnen und Politik forstliche Maßnahmen einleiten, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu verwirklichen.
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Forstliche Standortserkundung
Beginn Je nach Bundesland unterschiedlich,
eine bundeseinheitliche Kartierung auf Flächen im Besitz des Bundes fand 1990 bis 2005 statt.Anzahl Untersuchungsstandorte - Landnutzung Wald Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Forstämter und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – Sparte Bundesforst Finanzierung Bund und Länder Bei der Felderhebung werden Bodeneigenschaften und Humusform sowie Bodenvegetation, Bestandstyp / Baumartenzusammensetzung erfasst bzw. untersucht. Die Kartierung dient zur Ausweisung von Waldentwicklungstypen, Baumartenwahl und Planung waldbaulicher Maßnahmen. Daten können auf Einzelliegenschaften bezogen bei den örtlich zuständigen Bundesforstbetrieben erfragt werden. Für Bundeswehr-Liegenschaften ist die Zustimmung der zuständigen Stellen erforderlich.
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NaBioWald (Nationales Biodiversitätsmonitoring im Wald)
Zeitraum
Monitoring im Aufbau
Anzahl Probepunkte
500
Landnutzung
Wald
Verknüpfung mit anderen Programmen
BZE Wald, ICP Forest Level II
Zuständigkeit
Johann Heinrich von Thünen-Institut, zusammen mit weiteren Institutionen vom Bund und aus den Bundesländern
Finanzierung
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Das Programm zielt darauf ab, umfassende und repräsentative Informationen über die biologische Vielfalt in den Wäldern zu gewinnen, sowie über die beeinflussenden Faktoren und deren Wirkungsweisen. Dabei spielen die Wechselwirkungen von Waldmanagement und Umweltfaktoren auf die Biodiversität eine besondere Rolle. Hier werden Daten zu Regenwürmern, Enchyträen, Springschwänzen, Hornmilben und Mikroorganismen erhoben.
Internationale Aktivitäten:
alle Landnutzungen
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European Soil Observatory
Beginn 2020 Anzahl Probenahmepunkte Genaue Zahlen variieren, Daten aus zahlreichen Bodenbeobachtungsstellen werden koordiniert Landnutzung Grundsätzlich alle Landnutzungsarten, leichter Schwerpunkt auf landwirtschaftlichen Flächen Verknüpfung mit anderen Programmen LUCAS Soil Zuständigkeit Joint Research Center (JRC) der EU-Kommission Finanzierung EU-Kommission Datenportal https://esdac.jrc.ec.europa.eu/esdacviewer/euso-dashboard/ Das European Soil Observatory (EUSO) wurde von der Europäischen Kommission eingerichtet und ist im European Commission’s Joint Research Centre (JRC) verankert. Es dient als zentrale Plattform zur Überwachung des Bodenzustands in Europa und zur Unterstützung der Umsetzung der EU-Bodenstrategie 2030. Das EUSO sammelt, harmonisiert und analysiert Bodendaten aus den EU-Mitgliedstaaten, um veränderte Bodenzustände, Trends und Risiken für Bodenfunktionen zu identifizieren. Das Netzwerk verbindet nationale und europäische Akteure, um den Austausch von Bodendaten zu verbessern und wissenschaftlich fundierte Grundlagen für die Umwelt-, Agrar- und Klimapolitik der EU bereitzustellen. Wichtige Themen sind Bodendegradation, Kohlenstoffspeicherung, Bodenbiodiversität sowie der Beitrag von Böden zur Klimaanpassung. Bodendaten des EUSO sind über das European Soil Data Centre (ESDAC) verfügbar:
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Global Soil Partnership
Beginn 2012 von der FAO gegründet Anzahl Probenahmepunkte Koordination globaler Bodeninformationen Landnutzung Alle Landnutzungsarten Zuständigkeit FAO Finanzierung FAO-Mitgliedsstaaten Datenportal https://www.fao.org/global-soil-partnership/areas-of-work/soil-information-and-data/en/ Das Global Soil Partnership (GSP) wurde 2012 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen, um den weltweiten Schutz und die nachhaltige Nutzung von Böden zu fördern. Das GSP unterstützt den Aufbau von globalen und regionalen Bodenmonitoring-Netzwerken und entwickelt Standards für Bodendaten, um die Vergleichbarkeit von Informationen weltweit zu gewährleisten. Ein zentrales Element des GSP ist das Global Soil Information System (GloSIS), das Bodendaten aus verschiedenen Ländern zusammenführt, um den Zustand der Böden weltweit zu bewerten. Der Fokus liegt auf Themen wie Bodendegradation, Bodenfruchtbarkeit, Erosionsrisiko, organischer Kohlenstoffspeicherung und der Rolle von Böden für die Ernährungssicherheit und den Klimaschutz. Das GSP trägt zur Umsetzung globaler Umweltziele bei, insbesondere der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Informationen und Datensätze sind über das Global Soil Information Gateway der FAO verfügbar.
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Integrated Carbon Observation System – Deutschland (ICOS-D)
Zeitraum Seit 2001 Anzahl Probepunkte 18 in Deutschland Landnutzung Acker, Grünland, Wald, Moor Verknüpfung mit anderen Programmen Einige Standorte sind Teil des Lysimeter Netzwerkes TERENO Zuständigkeit Johann Heinrich von Thünen-Institut für Agrarklimaschutz Finanzierung Bund Datenportal ICOS data search Die Forschungsinfrastruktur ICOS ist ein Netzwerk auf europäischer Ebene, welches eine für Europa einheitliche, kontinuierliche und standardisierte Messung von Treibhausgasen (THG) garantiert. Die Kombination von Messungen in der Atmosphäre, im Ozean und über Land ermöglicht eine Bestimmung der Einflüsse von Landnutzung, Klimavariabilität und Änderungen im marinen System auf die THG-Bilanz. Die Zentrallabore für die Kalibrierung und Standardisierung von Spurengas- und Radiokohlenstoffmessungen aller ICOS-Standorte in Europa befinden sich in Deutschland. ICOS-D ist der deutsche Beitrag zum europäischen Netzwerk.
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Land Use and Cover Area Frame Survey - Topsoil Survey (LUCAS Soil)
Beginn 1. Inventur 2009 bis 2012
2. Inventur 2015
3. Inventur 2018Anzahl Probepunkte 1947 im Jahr 2009/2012 in Deutschland
1687 im Jahr 2015 in DeutschlandLandnutzung alle Verknüpfung mit anderen Programmen - Zuständigkeit Europäische Union, Joint Research Center Finanzierung Europäische Union LUCAS (Land Use / Cover Area Frame Statistical Survey) ist ein EU-weites Projekt, in dem basierend auf einem regelmäßigen 2 x 2 km-Raster über den gesamten Kontinent verteilt die Landnutzung und Landbedeckung an rund 270.000 Punkten nach einheitlichen Kriterien erfasst wird. Die Daten von LUCAS bilden die Grundlage für europaweit vergleichbare Boden- und Landnutzungsstatistiken. Im Projekt werden auch terrestrische Daten zur landwirtschaftlichen Nutzung erhoben.
Seit 2009 bildet das Programm zudem die Grundlage, Oberböden in 23 Mitgliedstaaten der EU in einer einheitlichen Datenbank zu erfassen (LUCAS Soil). Die Proben werden im Joint Research Center (JRC) der Europäischen Union bezüglich mehrerer Bodenparameter untersucht, um den Zustand des Bodens in Europa beurteilen zu können.
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Wald
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International Co-Operative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects - Integrated Monitoring Programm (ICP-IM)
Zeitraum 1992 und 1998 Anzahl Probepunkte 2 in Deutschland Landnutzung Wald Verknüpfung mit anderen Programmen ICP Forests Zuständigkeit Umweltbundesamt und Johann Heinrich von Thünen-Institut Finanzierung Bund Das Integrated Monitoring Programm (IM) ist eins von sechs internationalen Kooperationsprogrammen (IPCs) der Genfer Luftreinhaltekonvention. Es befasst sich mit der „umfassenden Betrachtung der Wirkungen von Luftverschmutzung auf Ökosysteme“, die nicht aus lokalen Quellen, sondern aus dem großräumigen grenzüberschreitenden Transport von Schadstoffen stammen. Das Messprogramm umfasst die Meteorologie des Standorts, den Freilandniederschlag (inkl. Kronentraufe und Stammablauf), die Boden-, Sickerwasser-, Grundwasser- und Oberflächenwasserchemie, sowie Blatt- und Nadelanalysen, Vegetationsuntersuchungen und die mikrobielle Zersetzung.
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International Co-Operative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests (ICP Forests Level I and II)
Zeitraum 1985 Level I
1995 Level IIAnzahl Probepunkte europaweit
ca. 6000 Level I
ca. 800 Level IILandnutzung Wald Verknüpfung mit anderen Programmen Waldzustandserhebung (WZE)
Bodenzustandserhebung (BZE Wald)Zuständigkeit BMEL und Johann Heinrich von Thünen-Institut Finanzierung EU Die Monitoringbereiche beziehen sich in Level I auf die räumliche und zeitliche Variation des Kronenzustands, sowie des Bodenzustandes und der Blattnährstoffgehalte. Level II ermöglicht einen tieferen Einblick in die Interaktionen zwischen den verschiedenen Komponenten des Ökosystems Wald durch eine Kombination von Messungen wie Baumwachstum, Boden-Vegetation, Bodenlösung, atmosphärische Deposition, Luftqualität, meteorologische Parameter, Phänologie, Streufall und sichtbare Ozonschäden. Dies verbessert das Verständnis der Ursache-Wirkung-Beziehungen zwischen dem Zustand von Waldökosystemen und anthropogenen bzw. natürlichen Stressfaktoren (Schwerpunkt auf Luftverschmutzung). Die Daten können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Quelle und weitere Informationen:
Viele dieser Programme sind noch ausführlicher in folgender Publikation beschrieben:
Broschüre „Bodendaten in Deutschland – Überblick über die Mess- und Erhebungsaktivitäten für Böden“
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