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Rückblick: Workshop „Data Hub Boden“ am 2.–3. Juni 2025 im Umweltbundesamt

Am 2. und 3. Juni 2025 fand im Forum des Umweltbundesamtes in Dessau der zweitägige Workshop „Data Hub Boden“ (DHB) statt. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Umweltbehörden, Forschung und Praxis zentrale Anforderungen, Herausforderungen und Anwendungsfälle für eine künftige nationale Dateninfrastruktur im Bereich Bodendaten zu identifizieren.

Hintergrund

Der DHB soll als zentrale Plattform den Zugang zu verteilten Bodendaten in Deutschland erleichtern, ihre Nutzbarkeit verbessern und die Zusammenarbeit zwischen datenhaltenden und datennutzenden Institutionen fördern. Im Mittelpunkt des Workshops stand daher der Austausch über bestehende Hindernisse bei der Datenbereitstellung und -nutzung sowie die Findung und detaillierte Diskussion möglicher Anwendungsszenarien für die geplante Plattform. Der Workshop fand im Rahmen der Konzeptionierungsphase statt.

Teilnehmerkreis

Insgesamt nahmen über 25 Fachleute aus Behörden, Forschungseinrichtungen und Beratungsinstituten teil – darunter Vertreterinnen und Vertreter des Umweltbundesamtes (UBA), des Thünen-Institutes, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, des Bundesforschungszentrums für Wald in Österreich, des Deutschen Wetterdienstes sowie zahlreicher Landesumweltämter und Fachinstitutionen.

Inhalte und Ergebnisse

Der Workshop umfasste mehrere interaktive Formate, darunter moderierte Gruppenarbeiten zu folgenden Schwerpunkten:

  • Herausforderungen in der Bereitstellung und Nutzung von Bodendaten

    Genannt wurden u. a. methodische Inkompatibilitäten, komplette Metadaten anbieten, unterschiedliche Dateiformate, Zugriffsbarrieren sowie Unsicherheiten in der Datenweitergabe und -interpretation.

  • Identifikation relevanter Anwendungsfälle für den DHB

    Die Teilnehmenden trugen über 30 konkrete Anwendungsideen zusammen, von der Entwicklung bundesweiter Biodiversitätsindikatoren für einen „guten Bodenzustand“ über das Auffinden von Bodenmonitoringprogrammen und ihrer Methoden bis zur Bereitstellung harmonisierter Karten zur Bodenerosion.

  • Spezifikation von Schlüsselanwendungen

    In drei thematischen Gruppen (Bodenbiologie, Bodenchemie, Bodenphysik) wurden priorisierte Anwendungsfälle vertieft ausgearbeitet. Diskutiert wurden z. B. die Anforderungen an einen Regenwurmindikator für die nationale Berichterstattung, Datenstandards zur Bodenerosionsmodellierung sowie Qualitätssicherungsmechanismen für chemische Bodendaten.

Ein zentrales Anliegen war zudem der sensible Umgang mit Bodendaten, insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes, der Nachvollziehbarkeit von Datenherkünften und -verwendungen sowie der Entwicklung transparenter und praxisnaher Lizenzmodelle.

Fotos von 2 Stellwänden vom Workshop

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